Strategiegespräch

Ratgeber · Strategie

Meta Ads vs. Google Ads: Welche Werbung lohnt sich für lokale Unternehmen?

Meta Ads oder Google Ads? Hier steht die ehrliche Antwort für lokale Betriebe – mit Richtwerten zu Klickpreisen, Kosten pro Anfrage und Mindestbudget. Plus fünf Fragen, die Ihnen die Entscheidung abnehmen.

Kurzantwort: Meta Ads vs. Google Ads in drei Sätzen

Wer Meta Ads vs. Google Ads googelt, findet zwei Sorten von Artikeln: solche, die eine Plattform verkaufen, und solche, die mit „Es kommt darauf an“ enden.

Beides hilft einem Werkstattinhaber, einem Elektromeister oder einer Fahrschule nicht weiter. Deshalb zuerst die kurze Antwort.

Die Kurzantwort:

  • Google Ads: Holt Nachfrage ab. Wer „Elektriker Freising“ tippt, sucht jetzt eine Lösung.
  • Meta Ads: Weckt Nachfrage. Günstigere Kontaktpreise, feineres Targeting – aber niemand hat gesucht.
  • Akuter Bedarf: Google Ads. Notdienst, Werkstatt, Kfz-Gutachter, Gebäudereinigung.
  • Aufbau und Recruiting: Meta Ads. Fahrschulen, Mitarbeitersuche, Autohaus-Bestandskunden, Bekanntheit.
  • Ab 1.000 €: Beide Kanäle. Google zuerst, Meta als Retargeting dazu.

Die Tabelle ist kein Ranking, sondern ein Werkzeugkasten: Jede Zeile zeigt, was eine Plattform strukturell besser kann.

Meta Ads und Google Ads im Vergleich – Marktrichtwerte für Deutschland (Stand 2026), keine zugesagten Werte. Im Großraum München liegen die Klickpreise über dem Bundesschnitt; entscheidend sind Branche, Wettbewerb und Landingpage.
KriteriumGoogle AdsMeta Ads (Facebook & Instagram)
GrundprinzipNachfrage abholen: Anzeige erscheint auf eine SuchanfrageNachfrage wecken: Anzeige erscheint im Feed, ohne dass gesucht wurde
Zeitpunkt im KaufprozessSpät – Problem ist bewusst, Anbieter wird gesuchtFrüh – Bedarf ist latent oder noch gar nicht da
Klickpreis (Richtwert)0,50–2 € bei lokalem Long-Tail, 2–6 € bei Hauptbegriffen0,20–0,80 € pro Link-Klick
Tausend-Kontakt-PreisFür die Suche nicht die relevante GrößeTypisch 4–12 € pro 1.000 Einblendungen
Kosten pro Anfrage (Richtwert)15–60 €, bei Projektanfragen auch mehr8–40 €, dafür stärker schwankend
Sinnvolles Mindestbudgetab ca. 500 € Werbebudget pro Monatab ca. 300–500 € pro Monat, plus Produktion
Lead-QualitätHoch und gleichmäßig, konkreter BedarfSchwankend, Vorqualifizierung nötig
Zeit bis zu den ersten AnfragenTageEin bis zwei Wochen (Lernphase)
TargetingSuchbegriff plus Radius um Ihren StandortAlter, Interessen, Verhalten, Umkreis, ähnliche Zielgruppen
WerbemittelTextanzeigen mit Erweiterungen, wenig ProduktionBild, Video, Reel, Karussell – laufende Produktion
Abnutzung der AnzeigenGering, Textanzeigen laufen monatelangHoch, Motive ermüden nach zwei bis vier Wochen
Größte StärkeAnfragen und Anrufe – heuteBekanntheit, Recruiting, Retargeting
Größte SchwächeBegrenzt durch das Suchvolumen der RegionStreuverluste ohne saubere Eingrenzung

Der zentrale Unterschied: Nachfrage abholen statt Nachfrage wecken

Merken Sie sich einen Satz aus diesem Artikel: Google Ads ist ein Antwortsystem, Meta Ads ist ein Vorschlagssystem. Alles andere – Preise, Formate, Zielgruppen – folgt daraus.

  • Google = Antwort: Jemand tippt „Kfz-Gutachter München“ oder „Fahrschule Moosach Preise“. Die Absicht ist da – Sie müssen nur beweisen, dass Sie die richtige Adresse sind.
  • Meta = Vorschlag: Niemand öffnet Instagram, um einen Gebäudereiniger zu suchen. Ihre Anzeige unterbricht das Scrollen und hat drei Sekunden Zeit.
  • Dafür erreichen Sie: den 17-Jährigen vor dem Führerschein oder den Elektriker, der über einen Wechsel nachdenkt – Menschen, die bei Google nie gesucht hätten.

Daraus folgt eine unbequeme Wahrheit: Nicht der Kanal entscheidet über Ihren Erfolg, sondern Ihre Nachfragesituation. Gibt es monatlich hunderte Suchanfragen in Ihrer Region, wäre es fahrlässig, sie liegen zu lassen. Gibt es sie nicht, hilft das beste Google-Konto nichts.

Wichtige Einschränkung: Google Ads ist mehr als die Suche

„Google Ads“ meint in diesem Artikel die Suche – die Textanzeige über den Ergebnissen. Google verkauft aber auch Plätze, die wie Meta funktionieren: Displaynetzwerk, YouTube, Demand Gen, Performance Max.

Diese Formate holen keine Nachfrage ab, sie unterbrechen wie eine Feed-Anzeige – nur ohne die Zielgruppenlogik, die Meta stark macht.

Praktische Folge: Beim Anlegen einer Suchkampagne ist „Displaynetzwerk einbeziehen“ standardmäßig aktiv. Das ist der häufigste stille Budgetfresser in kleinen Konten – Klicks werden billiger, Anfragen bleiben aus. Schalten Sie die Option ab.

Performance Max lohnt sich erst, wenn Ihr Konto genug Anfragen pro Monat liefert. Vorher verteilt es Ihr Budget im Blindflug. Details auf unserer Seite Google Ads für lokale Unternehmen.

Google-Suchergebnis mit Anzeige neben einem Instagram-Feed mit Werbeanzeige

Kosten im Vergleich: Klickpreise, Kosten pro Anfrage, Mindestbudgets

„Facebook ist billiger“ hören wir am häufigsten – und es stimmt genau bis zur Hälfte. Billiger ist der Klick. Nicht der Kunde.

Klickpreis und Kontaktpreis

Bei Meta zahlen lokale Betriebe als Richtwert 0,20 € bis 0,80 € pro Link-Klick und 4 € bis 12 € pro tausend Einblendungen. In der Google-Suche kosten lokale Long-Tail-Begriffe 0,50 € bis 2 €, umkämpfte Hauptbegriffe 2 € bis 6 €.

Für dasselbe Geld erreichen Sie über Meta ein Vielfaches an Menschen. Deshalb sehen Meta-Berichte so beeindruckend aus: 40.000 Einblendungen für 400 € liest sich hervorragend.

Kosten pro Anfrage

Die Zahl, die Ihre Kasse spürt, ist eine andere: Werbebudget geteilt durch Anrufe, Formulare und WhatsApp-Nachrichten. Hier schrumpft der Vorsprung deutlich.

Richtwerte für lokale Dienstleister: 15 € bis 60 € pro Anfrage über Google Ads, 8 € bis 40 € über Meta Ads. Die Meta-Werte streuen stärker, und die Anfragen stehen weniger weit im Entscheidungsprozess.

Zehn Formulare zu je 12 € sind wertlos, wenn acht davon nur nach dem Preis fragen und nie wieder antworten.

Mindestbudget

Beide Plattformen brauchen Daten. Unter etwa 500 € Werbebudget im Monat kommen bei Google zu wenige Klicks zusammen, um zu erkennen, welcher Suchbegriff wirklich Aufträge bringt.

Meta startet rechnerisch ab 300 €, verlangt dafür Produktion: Ohne mehrere Motive nutzt sich eine Kampagne in Wochen ab. Rechnen Sie bei Meta immer zwei Posten – Mediabudget und Creative-Aufwand.

Beispielrechnung (Modellwerte, kein zugesagtes Ergebnis) bei 1.000 € Werbebudget im Monat:

  • Google: 2,50 € Mischklickpreis → rund 400 Klicks, 7 % Anfragequote → 28 Anfragen zu je 36 €.
  • Meta: 0,50 € Klickpreis → rund 2.000 Klicks, 2 % Anfragequote → 40 Anfragen zu je 25 €.
  • Qualifizierung entscheidet: 60 % relevante Anfragen bei Google, 30 % bei Meta – 17 gegen 12 qualifizierte.

Deshalb messen wir Kosten pro qualifizierter Anfrage, nicht pro Klick.

Rechnen Sie mit Ihren Zahlen – Auftragswert, Marge, Abschlussquote: Unser ROI-Rechner braucht unter einer Minute.

Eine ausführliche Kostenaufstellung nur für die Google-Seite finden Sie im Ratgeber Google Ads für Handwerker: Kosten & ROI.

Lead-Qualität und Abschlussquote: Warum Google-Anfragen oft „wärmer“ sind

Lead-Qualität klingt nach Agenturvokabular, meint aber etwas sehr Praktisches: Wie viele der Anfragen auf Ihrem Handy führen zu einem Termin?

Der Anteil unterscheidet sich zwischen den Kanälen erheblich – nicht, weil eine Plattform besser wäre, sondern weil sie Menschen in anderen Situationen erwischt.

  • Google-Anfrage: Problem benannt, aktiv gesucht, Anbieter verglichen. Der Kunde rechnet mit einem Angebot.
  • Meta-Anfrage: Anzeige gesehen, im Impuls reagiert. Zwischen „interessant“ und „ich beauftrage“ liegen oft Tage.
  • Reaktionszeit: Auf Meta-Anfragen in 15 bis 60 Minuten reagieren. Google-Anfragen vertragen mehr Luft.

Meta-Anfragen sind nicht schlecht – sie brauchen einen anderen Prozess. Wer sie wie Google-Anfragen behandelt und drei Tage später zurückruft, hält Meta anschließend für Geldverbrennung.

Wer sofort anruft, verwandelt günstige Kontakte in Kunden – und erreicht Zielgruppen, die bei Google gar nicht auftauchen.

Gegenmaßnahme auf Meta-Seite: nicht auf die billigste Anfrage optimieren, sondern die Hürde leicht erhöhen. Zwei Pflichtfelder mehr – Postleitzahl und Wunschtermin – senken die Menge und heben die Qualität.

Was zählt, ist die Zahl unten in der Rechnung, nicht die Zahl im Dashboard.

Targeting: Suchbegriff plus Umkreis gegen Interesse plus Postleitzahl

Beide Plattformen spielen regional aus – die Logik dahinter ist grundverschieden.

  • Google: Suchbegriff plus Radius. 25 Kilometer um Neufahrn, Begriffe rund um „Zählerschrank tauschen“, Ausschluss von „Ausbildung“, „Gehalt“, „selber machen“.
  • Häufigster Budgetfresser: ein zu großer Radius. Kein Handwerker fährt 90 Minuten zur Badsanierung.
  • Meta: Personenmerkmale. Alter, Interessen, Verhalten, Umkreis, Postleitzahlgebiete – dazu Custom Audiences aus Kundenliste oder Website-Besuchern.
  • Beispiel Fahrschule: 16- bis 18-Jährige im Umkreis von acht Kilometern, parallel deren Eltern zwischen 40 und 55 – zwei Botschaften, dieselbe Anmeldung.

Wichtig: Meta braucht Bewegungsspielraum. Zielgruppen unter etwa 20.000 Personen laufen sich schnell tot und werden teuer. In dünn besiedelten Regionen spricht das für Google, in Ballungsräumen nicht.

Creatives und Aufwand: Textanzeige in 20 Minuten, Reel in zwei Tagen

Der Aufwandsunterschied entscheidet in der Praxis öfter über den Erfolg als das Budget.

Google Ads: einmal schreiben, monatelang laufen lassen

Eine Suchanzeige besteht aus Überschriften, Beschreibungen und Erweiterungen – in einer halben Stunde geschrieben, sauber testbar und monatelang haltbar. Der Aufwand liegt danach in der Kontopflege: Suchanfragenberichte lesen, Suchbegriffe ausschließen, Gebote nachjustieren.

Meta Ads: das Motiv entscheidet

Ein Foto vom Aktenschrank bringt nichts, ein statisches Logo noch weniger. Was funktioniert, sind echte Aufnahmen aus dem Betrieb:

  • Fahrschule: der Fahrlehrer im Auto, die erste Fahrstunde, bestandene Prüfungen.
  • Werkstatt: Reifenwechsel an der Hebebühne, das Team vor dem Firmenwagen.
  • Gebäudereinigung: das Treppenhaus vorher und nachher.
  • Nachschub einplanen: drei bis fünf Motive zum Start, ein bis zwei neue pro Monat – nach zwei bis vier Wochen ist ein Motiv verbraucht.

Für viele lokale Betriebe ist genau das die Hürde – nicht das Budget. Deshalb koppeln wir Meta-Kampagnen meist an eine laufende Social-Media-Betreuung. Wie wir sie aufbauen, steht auf der Seite Meta Ads für lokale Unternehmen.

Wann Google Ads die bessere Wahl ist

Immer dann, wenn die Nachfrage schon da ist. Vier typische Fälle:

Notdienst und akute Störungen

Rohrbruch, Stromausfall, Heizung aus: In Minuten entscheidet sich, wer den Auftrag bekommt. Notdienst-Klicks sind teuer, aber sofort umsatzwirksam.

Marketing für Handwerk

Kfz-Gutachter nach dem Unfall

Unfallgeschädigte suchen direkt nach dem Schaden einen Sachverständigen – meist vom Unfallort per Handy. Wer dort fehlt, verliert den Auftrag.

Kfz-Gutachter-Marketing

Werkstatt mit Termin-Suche

„Werkstatt in der Nähe“, „Inspektion Freising Preis“: Autofahrer suchen planbar und lokal. Zusammen mit dem Google-Unternehmensprofil der stärkste Hebel.

Werkstatt-Marketing

Gebäudereinigung und B2B-Anfragen

Praxen, Büros und Hausverwaltungen suchen nach „Büroreinigung“ plus Ort und holen Angebote ein. Dieser Einkauf beginnt bei Google.

Reinigungs-Marketing

Gemeinsamer Nenner: Der Bedarf ist eindeutig, dringend und lokal.

Ergänzt wird Google Ads hier immer durch ein gepflegtes Unternehmensprofil – siehe unsere Local-SEO-Checkliste und die Leistungsseite Local SEO.

Wann Meta Ads die bessere Wahl ist

Immer dann, wenn zu wenige Menschen aktiv suchen – oder wenn Sie eine Zielgruppe erreichen wollen, die bei Google nach etwas ganz anderem sucht.

Fahrschulen und junge Zielgruppen

Der Führerschein ist keine Notlage, sondern eine Entscheidung, die reift. 16- bis 18-Jährige leben in Reels, die mitzahlenden Eltern auf Facebook.

Fahrschul-Marketing

Mitarbeiter finden

Die besten Fachkräfte suchen keine Stellen – sie haben eine. Bei Google fehlt das Suchvolumen, im Feed erreichen Sie dieselben Personen täglich.

Mitarbeitergewinnung

Autohaus-Bestandskunden aktivieren

Wer vor drei Jahren gekauft hat, sucht heute nicht – ist aber wechselbereit. Kundenlisten, ähnliche Zielgruppen und Fahrzeugvideos erreichen genau diese Menschen.

Autohaus-Marketing

Bekanntheit, Neueröffnung, neues Angebot

Neuer Standort, neue Leistung, neues Team: Wenn niemand danach sucht, ist Reichweite der einzige Weg – und Meta liefert sie am günstigsten.

Social-Media-Betreuung

Die Kombination: Google für Anfragen, Meta für Reichweite und Retargeting

Die ehrlichste Antwort bei ausreichendem Budget: beides – aber nicht gleichzeitig und nicht mit gleichem Gewicht. Wir bauen das in drei Stufen auf.

  1. Stufe 1 – Google zuerst. Der Kanal mit der klarsten Nachfrage liefert am schnellsten Anfragen und zeigt in wenigen Wochen, welche Leistungen und Regionen wirklich tragen.
  2. Stufe 2 – Meta als Retargeting. Die meisten Besucher fragen beim ersten Mal nicht an. Zwei Tage später sehen sie Ihre Anzeige im Feed: kleine Zielgruppe, kleines Budget, spürbarer Effekt.
  3. Stufe 3 – Meta als eigener Kanal. Erst danach kommt eigene Zielgruppenlogik dazu: Recruiting, junge Zielgruppen, Bestandskunden, Bekanntheit. Ab hier brauchen Sie regelmäßig neue Motive.

Ein unterschätzter Nebeneffekt: Meta erhöht die Wirkung von Google. Wer Ihr Team oder Ihre Baustelle dreimal im Feed gesehen hat, klickt in der Suche eher auf Ihren Namen als auf einen unbekannten.

Sichtbarkeit zahlt auf Klickrate und Abschlussquote ein, auch wenn die Anfrage über Google gezählt wird. Deshalb betrachten wir nie einen Kanal isoliert, sondern alle Anfragen gegen das Gesamtbudget.

Der häufigste Fehler: Der Vergleich wird falsch gemessen

Bevor Sie einen Kanal für gut oder schlecht erklären: Prüfen Sie, womit Sie ihn vergleichen. Meist scheitert die Entscheidung nicht an der Plattform, sondern an drei Messfehlern.

Fehler 1: Beide Konten rechnen sich dieselbe Anfrage an

Meta zählt auch Menschen, die eine Anzeige nur gesehen und später direkt angefragt haben. Google zählt den letzten Klick vor der Anfrage.

Wer beide Berichte addiert, kommt auf mehr Anfragen, als im Postfach lagen – und entscheidet über sein Budget anhand einer Zahl, die es nicht gibt.

Fehler 2: Anrufe fehlen in der Rechnung

Bei Werkstätten, Handwerkern und Gutachtern kommt ein großer Teil der Anfragen per Telefon, nicht per Formular.

Wird der Klick auf die Rufnummer nicht als Anfrage erfasst, fehlt genau der Teil, in dem Google stark ist. Der Kanal sieht teuer aus, obwohl er das Telefon klingeln lässt.

Fehler 3: Der Meta-Effekt landet in der Google-Spalte

Wer Ihre Anzeige im Feed gesehen hat, sucht Tage später nach Ihrem Firmennamen und klickt in der Suche. Gezählt wird Google.

Wird Meta abgeschaltet, gehen erst die Namenssuchen zurück, dann die Anfragen – meist mit vier bis acht Wochen Verzögerung. Den Zusammenhang sieht dann niemand mehr.

So messen wir stattdessen

  • Eine Zahl: Alle Anfragen – Anruf, Formular, WhatsApp – gegen das gesamte Werbebudget.
  • Anruf-Tracking: Klicks auf die Rufnummer zählen als Anfrage, sonst ist jeder Kanalvergleich wertlos.
  • Frage im Formular: „Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?“ – eine zweite, unabhängige Quelle.
  • Bewertungszeitraum: 30 bis 90 Tage. Wochenwerte schwanken bei lokalen Budgets viel zu stark.

Im Zweifel schalten Sie einen Kanal vier Wochen ab und beobachten die Gesamtzahl der Anfragen.

Transparentes Reporting statt Blackbox:

  • Alle Werbekonten laufen auf Ihren Namen – Sie haben jederzeit selbst Zugriff auf jede Zahl.
  • Monatlicher Report mit Anfragen, Kosten pro Anfrage und nächsten Schritten.
  • Wir berichten auch, was nicht funktioniert hat.
  • Zugänge, Daten und Kampagnen gehören Ihnen.

Wer so misst, braucht keine Meinung mehr – die Zahlen entscheiden, innerhalb eines Quartals.

Entscheidungshilfe: 5 Fragen, die Ihre Plattform bestimmen

Zehn Minuten Zeit? Diese fünf Fragen führen in der Praxis fast immer zur richtigen Entscheidung.

  1. Sucht jemand aktiv nach Ihrer Leistung? Tippen Sie ein, was ein Kunde tippen würde – „Fensterbauer Erding“, „Praxisreinigung Freising“. Erscheinen Wettbewerber-Anzeigen, gibt es Nachfrage. Nachfrage vorhanden → Google.
  2. Wie dringend ist der Bedarf? Muss Ihr Kunde heute handeln (Panne, Wasserschaden, Unfall) oder kann er sechs Wochen überlegen (Führerschein, Küche, Reinigungsvertrag)? Dringend → Google. Überlegt → Meta.
  3. Wie alt ist Ihre Zielgruppe? Bei 16- bis 25-Jährigen führt kaum ein Weg an Instagram vorbei. Jung → Meta. Gewerblich → Google.
  4. Haben Sie Bildmaterial? Ohne Fotos und kurze Videos aus dem Betrieb wird Meta zur Geldverbrennung. Kein Material → Google.
  5. Wie schnell reagieren Sie auf eine Anfrage? Wer erst am nächsten Tag antwortet, verliert bei Meta die meisten Kontakte. Reaktion unter einer Stunde → Meta ist eine Option.

Vier von fünf Antworten in eine Richtung heißen: dort starten. Ein gemischtes Bild heißt meist: mit Google beginnen, Meta als Retargeting ergänzen.

War Frage 5 unangenehm? Das ist kein Marketing-Problem, sondern der größte unentdeckte Hebel in vielen Betrieben.

Praxisbeispiele aus dem Raum München

Drei Betriebe, drei völlig unterschiedliche Antworten auf dieselbe Frage. Die Ergebnisse beschreiben wir bewusst qualitativ – Zahlen unserer Kunden veröffentlichen wir nicht.

Diese drei Beispiele liegen in unserer Nachbarschaft. Betreut werden Kunden in ganz Deutschland: Wir sitzen in Neufahrn bei Freising, arbeiten aber bundesweit.

Fahrschule Plisi, München-Moosach: Meta für die Nachfrage, Google für die Entscheidung

Fahrschüler kamen fast ausschließlich über Empfehlungen – schön, aber nicht planbar. Nach dem Website-Relaunch liefen zwei Wege parallel.

Google Ads auf „Fahrschule“ plus Stadtteil, weil wer sucht, sich anmelden will. Meta Ads mit Videos aus dem Fahrschulalltag für 17- bis 25-Jährige und deren Eltern im Umkreis.

Google holt die Entscheidung ab, Meta erzeugt sie. Ergebnis: deutlich mehr Anmeldungen innerhalb weniger Wochen, Google als wichtigste nachweisbare Anmeldequelle.

Website der Fahrschule Plisi in München-Moosach
Fahrschule Plisi, München-Moosach: Anzeigen aus beiden Kanälen führen auf dieselbe Seite mit Anmeldeformular und WhatsApp-Kontakt. Zur Referenz

Elektrotechnik Tastan GmbH, Neufahrn bei Freising: die Website als Fundament

Ein Elektromeisterbetrieb mit Kapazität für Sanierungen und Smart-Home-Projekte – aber ohne eigene Website. Die Sache ist eindeutig: Wer einen Elektriker braucht, sucht ihn.

Deshalb lag der Hebel nicht in Anzeigen, sondern im Fundament: eine neue Website mit einer Seite je Leistung, Struktur, Texte, Design und Technik aus einer Hand. Erst auf so einer Basis lohnen sich Suchanzeigen überhaupt.

Meta spielt bei der Auftragsgewinnung hier keine Rolle – wohl aber beim zweiten Engpass jedes Handwerksbetriebs: Fachkräfte, die über Stellenportale nicht erreichbar sind. Zur Referenz.

Miasan Gebäudereinigung, Hallbergmoos: klar Google

Praxen, Büros und Hausverwaltungen holen Angebote ein, sie lassen sich nicht im Feed inspirieren. Der Hebel lag in lokaler Sichtbarkeit: Unternehmensprofil, regionale Suchbegriffe, Angebotsanfrage als messbares Ziel.

Seitdem kommen regelmäßig Anfragen von Betrieben, die das Unternehmen vorher nicht kannten. Meta Ads wäre der teurere Umweg gewesen. Zur Referenz Miasan Gebäudereinigung

Was alle drei Fälle verbindet: Die Entscheidung fiel nach Nachfragesituation, nicht nach Plattform-Vorliebe. Weitere Beispiele in unseren Referenzen.

Statt raten: rechnen

Welcher Kanal passt zu Ihrem Betrieb?

Sagen Sie uns Branche, Region und Budget – wir sagen Ihnen ehrlich, ob Google, Meta oder beides sinnvoll ist.

Unverbindlich · Antwort innerhalb eines Werktags

Fazit: Meta Ads vs. Google Ads – die ehrliche Antwort

Es gibt keinen Gewinner, nur eine passende Reihenfolge.

  • Google Ads zuerst: der schnellere und berechenbarere Kanal – solange in Ihrer Region genug Menschen nach Ihrer Leistung suchen.
  • Meta Ads danach: der günstigere Reichweitenkanal und oft der einzige Weg zu jungen Kunden, Bewerbern und Bestandskunden.
  • Nicht parallel starten: zwei Konten mit halbem Budget sammeln zu wenige Daten – am Ende ist in keinem eine Entscheidung möglich.

Wichtiger als die Plattformfrage sind drei Dinge: Conversion-Tracking auf Anruf, Formular und WhatsApp, ein enger regionaler Radius und Erreichbarkeit. Fehlt eines davon, liefert kein Kanal – sind alle drei da, wird aus Werbebudget ein berechenbarer Auftragsfluss.

Wer hinter dieser Arbeitsweise steht, lesen Sie über uns; Fachbegriffe von CPC bis ROAS erklärt unser Glossar.

Häufige Fragen zu Meta Ads und Google Ads

Was ist günstiger – Meta Ads oder Google Ads?

Pro Klick ist Meta fast immer günstiger: 0,20 € bis 0,80 € gegenüber 0,50 € bis 2 € bei Google. Pro echter Anfrage kehrt sich das oft um – die Kosten pro Anfrage liegen bei beiden Kanälen typischerweise zwischen 15 € und 60 €.

Kann ich beide Plattformen mit kleinem Budget gleichzeitig nutzen?

Unterhalb von 1.000 € Werbebudget im Monat raten wir davon ab: Zwei Kanäle mit je 250 € liefern zu wenige Daten. Starten Sie auf dem Kanal mit der klareren Nachfrage, meistens Google Ads. Ab 1.000 € bis 1.500 € pro Monat trägt die Kombination.

Welche Plattform ist für Handwerksbetriebe die richtige?

Für Aufträge führt bei Handwerksbetrieben fast immer Google Ads: Wer einen Rohrbruch hat, sucht aktiv und ruft den an, der sichtbar ist. Meta Ads punktet bei der Mitarbeitergewinnung, denn Fachkräfte suchen selten Stellen, scrollen aber täglich. Faustregel: Google für Aufträge, Meta für Bewerbungen.

Wie schnell sehe ich erste Ergebnisse?

Google Ads ist schneller: Die Anzeigen laufen sofort nach Freigabe, erste Anfragen kommen innerhalb weniger Tage bis zwei Wochen. Meta Ads braucht eine Lernphase, belastbare Ergebnisse liegen meist nach zwei bis vier Wochen vor. Für Optimierungsentscheidungen planen Sie vier bis sechs Wochen ein.

Brauche ich für Meta Ads und Google Ads eine Agentur?

Einen Kanal mit einem Ziel und einer Region können Sie selbst betreiben. Bei zwei Plattformen und vierstelligem Budget kostet der Zeitaufwand mehr als die Betreuung. Wichtiger ist: Tracking und Kontoinhaberschaft müssen stimmen. Bei uns laufen alle Werbekonten auf Ihren Namen, die Betreuung ist monatlich kündbar.

MN

Mustafa Nalci · Gründer von TACHO-Marketing Seit über zehn Jahren Online-Marketing für Betriebe, die von Kunden vor Ort leben. Über 1 Mio. € verwaltetes Werbebudget in Google Ads und Meta Ads.

Sitz in Neufahrn bei Freising, Kunden in ganz Deutschland. Mehr über TACHO-Marketing oder direkt Erstgespräch vereinbaren.

Bereit für mehr Anfragen?

Lassen Sie uns Ihren Tacho auf Anschlag bringen.

Kostenloses 30-minütiges Strategiegespräch: Wir sehen uns Branche, Region und bisherige Kampagnen an und sagen Ihnen ehrlich, ob Google Ads, Meta Ads oder beides den größeren Hebel hat.

Unverbindlich · Antwort innerhalb eines Werktags

Jetzt anrufen